Komplexmaßnahme Gustav-Wolf-Straße und Brühl bis Herrenstraße in Burgstädt

Komplexmaßnahme Gustav-Wolf-Straße und Brühl bis Herrenstraße in Burgstädt

Die Stadt Burgstädt plante den grundhaften Ausbau der Gustav-Wolf-Straße und der angrenzenden Teilfläche des Brühls bis zur Herrenstraße. Die marode Stützmauer am nördlichen Fahrbahnrand, zwischen der Burkersdorfer Straße und dem Gebäude Gustav-Wolf-Straße 8 wurde abgebrochen und in einem Teilabschnitt neu hergestellt. Im Zuge des Straßenbaus wurden außerdem alle erforderlichen Erneuerungs- und Ausbaumaßnahmen an Ver- und Entsorgungsmedien durchgeführt.

 

 

 

 

 

 

Der Baubereich befindet sich im historischen Stadtkern von Burgstädt, einem ausgewiesenen Sanierungsgebiet.

Auf Grund der hohen Nutzung und des Alters, verbunden mit bereits getätigten Eingriffen in den Straßenkörper, befand sich die Verkehrsanlage in einem schlechten Zustand. Gehwege gab es nur in Teilabschnitten. Die Fahrbahn der Gustav-Wolf-Straße war noch mit historischem Wildpflaster, sogenannten Katzenköpfen, befestigt.
Die ca. 137 m lange, zwischen 4,5 m und 7,8 m breite Gustav-Wolf-Straße sollte als Mischverkehrsfläche hergestellt werden. Der Straßenquerschnitt wurde neu gestaltet und aufgeteilt. Die Flächen erhielten eine „weiche Separation“ mit einem 3,50 m breiten Fahrstreifen und 1,0 m bis 4,25 m breiten Flächen für den Fußgängerverkehr. Damit wurde eine durchgängige Verkehrsflächen für Fußgänger zwischen der Burkersdorfer Straße und dem Gehweg im Bereich Brühl geschaffen. Neben den alten kamen vor allem neue Natursteinmaterialien für Bordanlagen und Flächenbefestigungen zum Einsatz. Der Mittelstreifen der Fahrspur wurde mit dem historischen Wildpflaster hergestellt und so als Beispielfläche für die Nachwelt erhalten.

Der Brühl wurde bestandsorientiert grundhaft erneuert. Die Flächenaufteilung wurde weitgehend beibehalten. Die Parkstände wurden optisch klar von der übrigen Fahrbahnbefestigung durch den Einsatz von andersfarbigem und großformatigem Natursteinpflaster abgegrenzt.

Die Umsetzung der Mischwasserkonzeption im Einzugsbereich der Kläranlage Burgstädt sah den Neubau des Mischwasserkanals in der Gustav-Wolf-Straße durch den Abwasserzweckverband „Chemnitz /Zwickauer Mulde“ vor. Das Regenüberlaufbauwerk (RÜ) sollte entfallen und wurde zurückgebaut. Die Gesamtlänge der zu erneuernden Kanäle betrug ca. 260 m.
Der Seitenkanal zwischen der Herrenstraße und der Gustav-Wolf-Straße sollte als Anschlusskanal weiter genutzt und auf Grund seiner besonderen Lage renoviert/saniert werden.

Die Trinkwasserleitung wurde im Auftrag des Regionalen Zweckverbandes Wasserversorgung - Bereich Lugau-Glauchau im Bereich Gustav-Wolf-Straße / Brühl auf einer Länge von 180 m sowie der Brühlauffahrt auf einer Länge von 42 m erneuert. 11 Hausanschlüsse mussten umgebunden bzw. erneuert werden.